Erklärvideo zum Thema Slowfashion- Nachhaltiger Modekonsum

Ich habe heute per Zufall auf Facebook einen Link zu einem interessanten Artikel über Slow Fashion entdeckt.

Zwei Autorinnen, welche in Stuttgart eine Ausbildung zum Electronic Media Master absolvieren, stellen anhand eines selbst erstellten Erklärvideos zwei Möglichkeiten für nachhaltigen Modekonsum vor und beschreiben weitere Aspekte  rund ums Thema Slow Fashion.

Erklärvideo

(Um zur beschriebenen Website zu gelangen, bitte auf das Bild klicken).

Auch wenn ich in letzter Zeit nicht wirklich zum Bloggen gekommen bin; das Thema interessiert mich nach wie vor.

Liebste Grüsse, Lady Lynn

Restessbar und Konfitüre für die neuen Nachbarn

Als ich meinen Blog gestartet habe, war ich mir sehr bewusst, dass während des Sommers eher etwas Flaute herrschen würde. Ich bin nach wie vor lieber aktiv in der Natur unterwegs als hinter dem Bildschirm zu sitzen.

Trotz des eher schlechten Wetters konnten mein Freund und ich unser Sommervorhaben teilweise erfüllen: die Via Alpina von der Alp Sücka im Fürstentum Liechtenstein nach Montreux. Diese gut ausgeschilderte Weit-Wanderung führt in ca. 20 Tagesetappen durch ganz unterschiedliche Regionen der Schweiz. Nach gut 300 Kilometer und einigen 1000 Höhenmeter haben wir es diesen Sommer bis zur kleinen Scheidegg im Berner Oberland geschafft (unterhalb des Jungfrau-Jochs), ein optimaler Startpunkt für nächsten Sommer.

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Zwischen Altdorf und Engelberg: Surenenpass

Was aber zu den sommerlichen Aktivitäten dazu kam: Wir ziehen um! Total ungeplant! Zum Teil gibt es Gelegenheiten, die man einfach ergreifen muss. Und die „neue“ Wohnung ist definitiv eine davon. Und alle, die schon mal neben der täglichen Arbeit einen Umzug planen mussten, wissen, dass es viel zu erledigen gibt. Und Bloggen stand dann einfach nicht mehr zuoberst auf der Prioritätenliste. Sogar meine versprochenen Antworten für den Liebster Award müssen warten…

Eigentlich hätte ich euch gerne detaillierter über folgenden Anlass berichten wollen, jetzt halt nur in Kürze:

 Klimalandsgemeinde in Winterthur, organisiert von My Blue Planet

  • 6 lokale Umweltprojekte standen zur Wahl bereit um den Klima–Award 2014 zu gewinnen. Die ca. 200 Teilnehmer der Landsgemeinde (angelehnt an einer der ältesten Schweizer Demokratieform) haben sich per Handerheben für den Restessbar-Kühlschrank entschieden. Ein Projekt, welches  mir sehr am Herzen liegt, da die Initiatoren ganz konkret und lokal etwas gegen die Lebensmittelverschwendung machen. Sie sammeln in Läden und Restaurants Lebensmittel ein, vor allem Früchte und Gemüse, die nicht mehr verkauft werden dürfen. Wer den Code zum Kühlschrank hat, kann sich kostenlos bedienen.

Zwischen all dem Kistenpacken habe ich doch auch noch etwas Zeit gefunden, um selber gegen die Lebensmittel-verschwendung anzukämpfen, wenn auch nur im kleinen Rahmen. Meine Schwester und ihr Mann haben einige Zwetschgenbäume, die dieses Jahr sehr viele Früchte tragen und die Familie kaum nachkommt mit dem Verwerten.  Ich habe den Besuch bei meinem Patenkind gleich mit der Zwetschgenlese verbunden und später zu Hause feine Konfitüre zubereitet. Diese werde ich nun als kleine Geschenke für die neuen Nachbarn einsetzen.

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Der eigentlich Umzug steht in 10 Tagen an, aber die Kisten türmen sich langsam in der ganzen Wohnung. Mein Ziel bei diesem Umzug ist sicher auch, alten Ballast loszuwerden. Und das Ausmisten braucht einfach sehr viel Zeit….

Eure Lady Lynn

14 Tipps für die Revolution im Kleiderschrank

Heute schon über Facebook entdeckt und nun auch bei Nunu: 14 Tipps für die Revolution im Kleiderschrank, von Greenpeace.de.
Zur Nachahmung total empfohlen!

Weiterhin einen schönen Sommer.
Eure Lady Lynn

Ich kauf nix!

Heute schreib ich mal schamlos von Greenpeace.de ab und liefer euch mal eine Auflistung, die quasi eine Zusammenfassung dessen ist, was ich hier am Blog täglich so von mir gebe. Was ich ja super finde: Greenpeace arbeitet intensiv daran, weitere Unternehmen zum Umdenken und Entgiften ihrer Lieferkette zu bewegen. Aber gleichzeitig: Hey, alleine schaffen die das nicht, da ist auch Reaktion und Feedback der KonsumentInnen gefragt. Und die Tipps, die sie geben, sind auch die, die ich selbst gebe (und befolge). Textlich danke ich meinen deutschen KollegInnen von Greenpeace, ich habs an der einen oder anderen Stelle aber noch verösterreichischt.

1. Kaufen Sie Secondhand
Warum immer neu kaufen? Auf Flohmärkten, in Second-Läden, auf Onlineplattformen wie Kleiderkreisel oder bei Freunden bekommen Sie einzigartige Mode – häufig viel günstiger oder umsonst. Gehen Sie kreativ mit Ihrem Wunsch nach Veränderung um und kombinieren Sie neue mit alten Teilen.

2. Werden Sie Modeschöpfer/in
Was…

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Ningaui: Der Rucksack für alle Fälle!

Gute Projekte soll man unterstützen, vor allem, wenn sie so ausgekügelt und erst noch nachhaltig sind, wie die Rucksacktasche Ningaui von Woku. Ich finde, dass ein solches Produkt jede Publicity braucht, die es  kriegen kann, und widme dem Ningaui einen Blogeintrag. So quasi als 1. Produktetest auf meinem Blog;-)

Zum ersten Mal habe ich die leichte Tasche aus Biobaumwolle bei einer Kollegin entdeckt und war gleich begeistert von diesem schlichten, aber durchdachten Design. Ich bin oft zu Fuss oder mit dem Fahrrad unterwegs und froh, wenn ich meine (spontanen) Grosseinkäufe am Rücken heimtragen kann. Wenn sich die Tasche bis zu Gebrauch in meiner Handtasche verstauen lässt: umso besser.

Auch beim Reisen habe ich gerne eine leichte Tasche dabei, mit genug Platz für das Nötigste wie Sonnenbrille, Kamera, Reiseführer und einer leichten Jacke. Da der Ningaui wandelbar ist, kann ich ihn den Tag durch als Rucksack tragen und am Abend als schicke Umhängetasche ausführen.  Zur „Metamorphose“ haben die Macher sogar extra einen Anleitungsvideo auf Ihrer Homepage produziert.

Gefreut habe ich mich schon als ich das Paket in den Händen hielt: so liebevoll verpackt, verschickt wohl selten eine Firma ihre Artikel. Woku2

Zuerst war ich etwas skeptisch, ob die Tasche in Rucksackform auch genügend aushält und angenehm zu tragen ist. Der zweiwöchige Härtetest in Japan und zahlreiche Einkäufe im Alltag haben mir bestätigt, dass ich den Ningaui sorglos füllen kann und er dennoch (einigermassen) bequem zu tragen ist. Die Verarbeitung ist sehr gut und professionell, es wurde auf zig kleine Details geachtet.

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Die Vorzüge der Rucksacktasche Ningaui:

  • aus Biobaumwolle, mit verstärktem Boden aus recyklierten Fahrradschläuchen -> so lässt sich die Tasche auch mal auf den Boden stellen und der Inhalt wird nicht gleich nass oder schmutzig
  • der seitliche Reissverschluss ist sehr praktisch und gibt einen schnellen Zugriff auf das Wichtigste
  • der Rucksack ist leicht,  nimmt verstaut wenig Platz weg und ist schnell einsatzbereit: aus der Reisetasche ziehen und fertig ist man für die erste Erkundungstour
  • eignet sich super als Handgepäck für den Flug, passt perfekt unter den Sitz des Vordermanns
  • die Grösse limitiert den Einkauf oder was man so alles mitschleppt den ganzen Tag 😉
  • super tolle Verarbeitung, so was bringt man mit einer Haushaltsnähmaschine einfach nicht hin
  • tolle Farbauswahl, unauffällig oder total bunt -> die Schlichtheit selber ist auf jeden Fall schon ein Hingucker
  • der Stoff lässt sich leicht reinigen, dank wasserabweisendem Gewebe lässt sich die Tasche auch mal kurz im Regen tragen (längerer Regeneinfluss eher vermeiden).

Richtige Nachteile gibts keine, was man sich aber vor dem Kauf bewusst sein muss:

  • Der Ningaui hat keine eigentliche Innentasche oder eine Aussentasche mit Schnellzugriff für das Wichtigste. Auf die kleinen Dinge hat man via Seitenreissverschluss Zugriff, für die grösseren muss der Verschluss aufgerollt werden. Was den schnellen Zugriff z.B. auf Reiseführer oder Kamera etwas erschwert.
  • Zudem ist es etwas schwierig die Übersicht über den Tascheninhalt zu behalten, wenn man von Kuriertasche zu Rucksack wechselt. (oder auch einfach sonst immer viel mit sich rumträgt 😉

Eine Kleinigkeit habe ich (von Hand) nachgerüstet: Am vorhandenen Schlüsselband aus Fahrradschlauch habe ich einen Karabinerhaken angenäht. Daran hänge ich nun jeweils meinen Hausschlüssel.

Das modische und sehr praktische Accessoire wird komplett in der Schweiz hergestellt und hat darum auch seinen Preis. Wenn man jedoch bedenkt, wie viel Zeit und Überlegungen und vor allem professionelle Handarbeit drin steckt, ist der Preis total gerecht fertigt.

Hier kriegt man den Ningaui:
Direkt bei Woku oder im rrrevolve-Concept-Store Online-Store  (dieser Shop wäre auch gleich in Blog-Eintrag wert!).

 

Nachhaltige Pflege der Kleider / Nachhaltig Waschen

Eine Einkaufshilfe für nachhaltige und fair hergestellte Kleider habe ich im Blogbeitrag über Getchanged und den Fairfashion-Finder schon vorgestellt. Das Thema Nachhaltigkeit im Zusammenhang mit Textilien und Kleidung hört jedoch nicht beim Einkauf auf. Die richtige Pflege der Lieblingskleider ist ein wichtiger Faktor, um die Fasern zu schonen und die Form zu erhalten. So können Kleider über eine lange Zeit gerne getragen werden.

Zusätzlich kann mit einigen einfachen Verhaltensregeln die Umwelt geschont werden, was sich oft als praktischer Nebeneffekt in der Haushaltskasse zeigt.

Ich habe für euch hier meine wichtigsten Tipps zusammengestellt. Ich bin mir bewusst, dass man Waschmittel und Waschhilfsmittel auch selbst herstellen kann, was sicher noch umweltbewusster ist. Ich habe in meinem Alltag aber zu wenig Zeit dazu und finde, dass man mit einer guten Waschmittelwahl und einer korrekten, sparsamen Dosierung schon sehr viel für unsere Umwelt tun kann.

Wer aber Lust und Zeit hat, selber mal Waschmittel herzustellen, dem empfehle ich einen Blick in den Blog von Maria von wiederstandistzweckmässig. Sie beschreibt die Herstellung von Waschpulver inkl. Praxistipps und Fazit.

Wäscheleine

Allgemein gilt: Um die Textilfasern zu schonen und möglichst ökologisch zu handeln, sollte man sie so wenig wie nötig waschen. Lieber mal über Nacht auf dem Balkon auslüften oder kleinere Flecken lokal auswaschen.

Tipps zum Waschmitteleinsatz

Erfahrungsgemäß reichen für die meisten Haushalte folgende 4 – 5 Mittel:

  • 1 Buntwaschmittel
  • 1 Waschmittel für Wolle und Seide (Feinwaschmittel)
  • 1 separates Bleichmittel
  • 1 Enthärter (aus ökologischer Sicht, bei hartem Wasser)
  • 1 Fleckenlösungsmittel z.B. flüssige Gallseife

Wer oft weisse oder helle Wäsche wäscht, kann anstelle des Bleichmittels ein Vollwaschmittel (Universalwaschmittel) ins Sortiment aufnehmen. Dieses enthält standardmässig Bleichmittel. (Achtung: Nie bei farbiger Wäsche benutzen, da es die Farben verblassen lässt. Zusätzlich enthalten Vollwaschmittel optische Aufheller, die sich wie ein Anstrich auf die Fasern legen und durch UV-Licht (z.B. Sonne) das Weiss intensiver erscheinen lassen. Sie sind aber schlecht abbaubar.)

Um die Umwelt und die Textilfasern zu schonen ist es sinnvoll umweltfreundlichere Waschmittel[1] zu benutzen. Neben dem Bioladen verkaufen auch immer mehr Grossverteiler ökologischere und besser abbaubare Waschmittel.

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Welche Kleidungsstücke mit welchem Mittel?

Buntwaschmittel:
Eignet sich für alle Textilarten , ausser Wolle und Seide. Es wirkt am besten bei Temperaturen zwischen 20 und 60 Grad. Bei synthetischen und fein verarbeiteten Materialien unbedingt an der Waschmaschine den Schonwaschgang wählen und die Trommel nur zu 2/3 füllen, da somit die mechanische Belastung verringert wird.

Waschmittel für Wolle und Seide (Feinwaschmittel):
Mit diesem Waschmittel kann grundsätzlich nichts falsch gemacht werden. Es enthält im Vergleich zum Buntwaschmittel keine Enzyme, welche die tierischen Eiweissfasern spalten und somit Wolle und Seide zerstören. Zudem wirkt es besonders schonend auf die Textilfasern.

-> Wichtig: Wolle von Hand im lauwarmen Wasser (nie stark reiben -> Verfilzung) oder im Wollwaschgang waschen (Maschine höchstens 1/3 füllen).

Bleichmittel
Bei heller oder weisser Wäsche kann zusätzlich zum Buntwaschmittel Bleichmittel in die Trommel oder ins Dosierfach gegeben werden (Dosierung beachten).

Einige Tipps zum umweltfreundlichen Waschen

  •  Sich an die Dosiertabelle auf der Verpackung halten. Die Dosierung ist abhängig vom Verschmutzungsgrad und Menge der Kleider. Zuviel wäscht nicht besser und zu wenig bewirkt eventuell einen 2. Waschgang.

Dosiertabelle

  • Bei hartem Wasser zusätzlich Enthärter beigeben. So kann das Waschmittel für weiches Wasser dosiert werden. Wasserhärte kann auf der Gemeinde nachgefragt werden oder anhand folgender Webseiten :

o   Schweiz: www.wasserqualitaet.ch

o   Deutschland: http://www.wasserhärte-deutschland.de/

o   Österreich: http://www.wasserwerk.at/home/wasserqualitaet

  • Bei tiefen Temperaturen waschen, 20° – 30° genügen oft[2] , ohne die Reinigungsleistung zu verlieren. (20° verbraucht bist zu 70% weniger Strom als 60°)
  • Kurzprogramm/ Sportprogramm wählen -> Kleider sind selten stark verschmutzt
  • Nur waschen, wenn genügend Wäsche vorhanden ist. Richtlinie: Bei einer „voll“ beladenen Waschmaschine sollte noch 1 Handbreite frei bleiben (Ausser bei Schon- und Wollwaschgang).
  • Allfällige Flecken vor dem Waschen entfernen, gut dafür eignet sich Gallseife.
  • Pulver ist umweltfreundlicher als Flüssigwaschmittel, (Flüssigwaschmittel enthalten Konservierungsmittel und führen zu einer höheren Gewässerbelastung).
  • Wenn möglich auf den Tumbler  verzichten und die Wäsche aufhängen. Falls der Tumbler  eingesetzt wird, die Wäsche so hoch wie möglich schleudern (den Fasern angepasst), so kann die Trocknungszeit reduziert werden.
  • Keinen Weichspüler benützen. Dieser hat keine reinigende Wirkung und ist sehr gewässerbelastend.
  • Nachfüllverpackungen verwenden.
  • Bei einer Neuanschaffung der Waschmaschine auf eine hohe Energieeffezienzklasse achten.

Was meint ihr zu meinen Tipps? Was heisst für euch umweltbewussts Waschen? Freue mich über eure Kommentare.

Lady Lynn

 

[1] Enthalten keine Phosphate und andere Inhaltsstoffe, welche sich im Grundwasser und den Gewässern ablagern.

[2] Hygienisch in Privathaushalten unbedenklich. Wird die Waschmaschine von mehreren Haushalt benutzt, kann bei hygienischen Bedenken der Waschtag mit einer 60°-Wäsche begonnen werden.

 

Vegetarisch durch Japan # Restauranttipps

Vegetarische Restaurants-Tipps in Japan

Wie ich im meinem ersten Blogeintrag zum Thema Vegetarisches Essen in Japan versprochen habe, gibts nun einige konkrete Tipps. Nur schon beim Zusammenstellen unser besuchten Restaurants läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Wir haben auf unserer Reise wirklich sehr gut gegessen und einige Restaurant-Perlen entdeckt, an denen sicher nicht nur Vegetarier ihre Freude haben.
Ich hoffe, die Auflistung kann dem einen oder anderen Japanbesucher eine Hilfe sein. Natürlich freue ich mich über Rückmeldungen, eigene Erfahrungen oder auch Ergänzungen.

Die meisten der vorgestellten Restaurants haben wir mit der Hilfe der Happy Cow-App gefunden. Damit wir uns bei Bedarf mit dem Internet verbinden konnten, haben wir für die ganze Reise ein Pocket-Wifi-Gerät gemietet. Es gibt zahlreiche Anbieter, wir waren mit Japan-Wireless sehr zufrieden. Mit Hilfe des Kästchens können sich mehrere Personen überall gleichzeitig ins Internet einloggen und so kann man sich bei Bedarf prima durch die Stadt navigieren lassen.

Und nun: En Guete – oder auf japanisch: itadakimasu!

Kurzübersicht

Tokyo

Bon: Traditionell, japanisch-buddhistische Küche, sehr fein, der etwas hohe Preis lohnt sich
T’s Tantan: diverse vegane Nudelsuppe, im Hauptbahnhof
Rainbow-Cafe : Raw-Food-Cafe, fein, eher kleine Portionen

Kyoto

Nishiki-Markt: Marktstrasse mit allem was das kulinarische Herz begehrt
Cafe Matsuontoko: veganes Restaurant, diverse Burger im Angebot
cosy-cafe: kleines veganes Restaurant in einem Yoga-Studio
Cosme Kitchen: makrobiotisches Restaurant gleich beim Hauptbahnhof
Tosuiro: japanisches Tofurestaurant, auf Wunsch vegetarisches Angebot
Mumokuteki Cafe : hippes Restaurant, zum grössten Teil vegan
Morpho Cafe: die beste Nudelsuppe in ganz Japan 😉 vegan
Tempel-Lunch im Tenryuji: Shigetsu : Traditionell, japanisch-buddhistische Küche, sehr fein, nicht ganz günstig, lohnt sich!
Kaiseki-Dinner im Ryokan: das spezielle Erlebnis, in einem neu renovierten Ryokan

Takayama

Suzuya : Lokale Spezialitäten (Hoba Miso), nur kleine vegetarische Auswahl, vor allem bekannt für Hida-Rind Gerichte
Center4burger: diverse Burger, kleine vegetarische Auswahl, hat gut geschmeckt
Teddybär-Cafe: vegetarisches Restaurant etwas ausserhalb von Takayama, kleines Angebot (Pizza, Salat…)

Tokyo

Unsere erste Entdeckung war ein Volltreffer. Das Bon ist ein traditionelles  Restaurant mit japanisch-buddhistischer Küche, welche vegetarisch und vegan angeboten wird. Da wir nicht im Voraus reserviert hatten (was sicher vor allem am Abend zu empfehlen ist), hatten wir nur die Möglichkeit des Lunch-Menüs für 5000 Yen pro Person. Ein stolzer Preis, der sich aber voll und ganz gelohnt hat. Zuerst wurden wir in einen privaten Essraum geführt (Schuhe ausziehen nicht vergessen) und es gab eine kleine Teezeremonie. Zum Glück war es einer der tiefen Tische, bei dem es unter der Tischplatte Platz für die Beine gab, wir waren noch nicht auf stundenlanges „auf den Knien sitzen“ trainiert.  Es wurden nacheinander ca. 10 kleine Gänge serviert, jeder einzelne total liebevoll und super schön angerichtet. Hier kamen wir das erste Mal in Genuss von Sesamtofu (mit etwas Wasabi garniert: oishii desu!) und diversen Gemüsen, die wir noch nie zuvor gesehen, geschweige denn, gegessen hatten.

Bon_Tokyo

Hier gibts noch eine kleine Episode  nach dem Motto „Andere Länder, andere Sitten“:
Es war unser erste Tag in Japan und wir hatten noch keine grossen Erfahrungen mit Traditionen, ausser was wir im im Kurs bei Ronja gehört hatten. Als wir endlich den Restaurant-Eingang fanden, dachten wir, das Restaurant sei geschlossen und waren mächtig enttäuscht. Quer über dem Eingang, auf Kopfhöhe, hing ein Tuch und die Türe war verschlossen. Gesehen und gehört haben wir auch niemanden… Auf der Website hiess es, es sei geöffnet und ich wollte unbedingt essen. 1. hatte ich Hunger und 2. tönte das Angebot einfach zu gut. Wir haben die Möglichkeit des Internets genutzt und per Skype angerufen und irgendwie mitgeteilt, dass wir vor verschlossener Türe stehen… Was wir nachher herausgefunden haben: Noren, so heisst dieses Tuch, werden extra draussen aufgehängt, um zu zeigen, dass ein Restaurant geöffnet ist. Wieder was gelernt 😉

Das Einlösen des Japan-Railpasses hat dank guter Vorbereitung bestens geklappt und wir nutzen die Möglichkeit, im T’s Tantan zu essen, einem veganen Ramen (Japanische Nudeln) Restaurant. Der Hauptbahnhof ist riesig und wir hatten etwas Mühe, das Restaurant zu finden. Zum Glück bot die App  eine Wegbeschreibung auf Japanisch. So fanden wir dank den hilfsbereiten Japanern das kleine, gut versteckte Restaurant.  Um an den richtigen Ort zu gelangen, ist ein Zugticket notwendig. Es kann aber auch für wenig Geld ein „Stationticket“ gekauft werden. Es gibt eine kleine Auswahl an Suppen und anderen Speisen. Endlich kriegte ich meine Nudelsuppe und war total happy 😉

Tantan

Direkt um die Ecke unserer Wohnung (gebucht über Airbnb)  lag das Rainbow-Cafe  (auch Rainbowrawfood.com). Für uns war es der erste Besuch in einem Rawfood Restaurant und eine besondere Erfahrung. Das Angebot war interessant und wir bestellten 2 verschiedene Vorspeisen und 2x einen Hauptgang. Die Vorspeisenportionen waren grösser als die Hauptspeisen. Das Essen hat uns gut geschmeckt. Leider war aber die Bedienung sehr, sehr schlecht. Das haben wir in Japan sonst nie erlebt.

Verpflegung unterwegs

An jedem Bahnhof gibts die Möglichkeit, Bento-Boxen für die Reise zu kaufen, quasi die japanische Take-away Möglichkeit. Jede Region und jeder Bahnhof hat seine Spezialitäten. Wir haben uns oft durchgefragt und sind mit unserem kleinen „vegetarischen Poster“ von Stand zu Stand. Die Verkäufer waren immer sehr hilfsbereit, aber leider konnten wir nirgends eine richtige vegetarische (oder vegane) Bento-Box finden. Oft gab es jedoch vegetarische Sushi oder verschiedene Salate. Onigiri (Reisdreiecke gefüllt mit Pilzen oder Seegras) waren auch immer eine gute Option. Die gabs sogar in jedem Familymarkt.

onigiri

Die Japaner lieben Essen und Trinken aus dem Automaten. Getränkeautomaten, mit heissen und kalten Getränken stehen in der Grossstadt alle 50 Meter. Verdursten muss niemand.  Sogar eine gesunde Zwischenverpflegung haben wir entdeckt, inklusive Kalorienangabe.

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Kyoto war das kulinarische Paradies für uns. In der beliebten Nishiki-Markt Strasse gibt es neben der grossen Auswahl an Fisch und Fleisch auch Lebensmittel für Vegetarier. Besonders aufgefallen ist uns die grosse Auswahl an in Essig eingelegten Gemüsesorten, sogenannte „Pickles“. Wo es bei uns nach Essiggurken und Maiskölbchen bald schon mal aufhört, ist hier die Auswahl riesig.

Pickles

Zudem haben wir an einem Stand feines Soja-Soft Ice probiert. Müsste man grad in die Schweiz exportieren. (oder gibts das schon?)

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Die Umgebung rund um den Nishiki Markt ist auch ein guter Ausgangspunkt für vegetarische Restaurant.

Im veganen Cafe Matsuontoko haben wir einen feinen Burger probiert. Die Portion war leider sehr klein, so dass wir  gleich einen super heavy und mega feinen Schokoladenkuchen probieren mussten 😉 Das Cafe hat Bioweine Angebot, jedoch ohne Bezeichnung ob Rot oder weiss. Ist wohl etwa so, wie wenn wir in Europa in einem Restaurant einfach „Sake“ bestellen, obwohl es zig verschiedene Sorten gibt ;-). Das Lokal ist etwas dunkel und schummerig und hat einen alternativen Touch. Für alle Beatles-Fans sicher der richtige Ort, bei beiden Besuchen lief deren Musik im Hintergrund.

Ganz in der Nähe des Nishiki Markt befindet sich das cosy-cafe  in einem Yoga-Studio mit kleinem Laden. Es gibt feine Bagels mit veganem Aufstrich und diverse Menüs, komplett vegan. Das Restaurant und das ganze Ambiente des Yogastudios ist für unseren Geschmack etwas gar zu spirituell angehaucht…

Das Cosme Kitchen liegt im „the Cube“, direkt beim Hauptbahnhof Kyoto (Stockwerk -2) und ist ein super Spot, um die vorbeiziehenden, shoppenden Menschen aller Herkunftsländer zu beobachten. Das Cafe bietet makrobiotische Küche (teils vegetarisch) und eine sehr feine und extrem scharfe Gingerlimonade, originell im Gonfiglas serviert! Achtung: In kleinen Schlücken geniessen! Als die Bedienung uns warnen wollte, war es schon zu spät. Da brauchte sogar ich etwas Zucker zur Neutralisation.

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Das Restaurant Tosuiro Kyoto ist bekannt für seine Tofuspezialitäten. Es gibt 2 Filialen, im Sommer kann man (in der verlinkten Filiale) draussen sitzen. Das Restaurant gilt als Vegetarier- freundlich. Die Brühe  ist normalerweise auf der Basis von Dashi (eine Art Fischbouillon) hergestellt, wird aber auf Anfrage auch vegan serviert.  Das freundliche Servierpersonal fragt bei der Bestellung genau nach, was man essen kann und was nicht. Wir hatten ein sehr feines Tofumenü für ca. 3000 Yen (mmmm, Yuba (eine Art Tofumilchhaut) und Sesamtofu).

Mumokuteki Cafe ist ein stylisches Restaurant im 2. Stock eines Ladens.  Einige Gerichte werden mit Fisch zubereitet,  diese sind jedoch speziell gekennzeichnet. Im Angebot gibts eine Nudelsuppe oder ein preiswertes Dailyset (an diesem Tag jedoch mit Fischsauce…). Die Atmosphäre war sehr gemütlich und nett eingerichtet, das Essen leider nur mässig gut. Dafür gibt es ein japanisches Bio-Bier im Angebot. organic-beer

Im Morpho Cafe gibt es die beste Nudelsuppe, die ich in ganz Japan gegessen habe!

Als wir um 14.00 Uhr ankamen, hing schon ein „geschlossen Schild“ vor der Türe.  Wir waren sehr enttäuscht, da super hungrig. Wir haben uns extra vom Kintanu Tenmangu Shrine (immer am 25. des Monats gibts dort einen Flohmarkt) per google-map zum Restaurant navigieren lassen. Es haben uns leider vorher einige Restaurants abgewiesen, da es anscheinend nichts gab, was kein Fisch drin hat (sogar ein stylisches Tofurestaurant!). Der Besitzer des Morpho hat uns gesehen, sich erbarmt und nochmals geöffnet.  Er hatte geschlossen, weil das Tagesmenü ausverkauft war. Kein Problem für uns:  Nudelsuppe für mich und einen Burger für den Herrn!

Danke Morpho, du hast uns vor dem Verhungern gerettet!

Natural Kitchen im  Cocon: hungrig und in der Nähe kein passendes Restaurant bei Happy Cow gefunden, wagten wir uns in ein „normales“. Mit Hilfe von Hand und Fuss und den Zeichnungen konnten wir einige Speisen bestellen. Haben wohl aber eine etwas spezielle Menüzusammensetzung gewählt 😉 Hauptsache es hat geschmeckt.

Tempel-Lunch im Tenryuji: Shigetsu  Auf Blogs über vegetarisches Essen in Japan wurden wir immer wieder auf dieses Restaurant in einer Tempelanlage aufmerksam gemacht. Es handelt sich um traditionelles (veganes) buddhistisches Essen, welches köstliches schmecke. Die Kosten sind 3000 Yen, plus 500 Yen Eintritt in den wunderschönen Tempelpark.
Wir waren nicht mehr so geflasht wie beim ersten Mal im Restaurant Bon (es war dort auch viel schöner serviert worden und die atmosphäre war gemütlicher),  aber es war auch sehr fein. Es wurden uns diverse kleine Speisen serviert, alles vegan, von der Suppe, zum Tofu, zu den Pickles und sogar eine mit Miso überbackene Aubergine. Wer in der Gegend ist: Es lohnt sich auf jeden Fall! (Das am Boden sitzen müssen wir jedoch noch etwas üben).

Achtung: Das Restaurant ist nur zum Lunch geöffnet. 

Kaiseki-Dinner im Ryokan
Ich wollte unbedingt in einem  Ryokan übernachten, welches ein typisches Keiseki Dinner vegetarisch anbietet. Gar nicht so einfach. Aber ich habe im Vorfeld eines gefunden und mir versichern lassen, dass es auch ohne Fisch und Fleisch geht. Es war auch dementsprechend teuer und unsere Erwartungen extrem hoch 😉

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Wir wurden nicht enttäuscht. Es war supppper! Wir waren zu zweit und der Koch (auch gleich Inhaber des Ryokans) hat nur für uns die Speisen zubereitet. So hatten wir auch die Gelegenheit, überall zu fragen, was wir nun genau essen und wie es zubereitet ist (sofern wir uns auf eine gemeinsame Sprache einigen konnten). Zudem war der Architekt des kürzlich renovierten Hauses per Zufall anwesend und wir haben uns gut unterhalten.

Takayama

Takayama ist die Stadt des Hida-Rindfleisches. In jedem Restaurant wird diese Spezialität angeboten. Was es für Vegetarier nicht grad einfach macht. Was wir uns jedoch die ganze Zeit gefragt haben: Während der ganzen Zeit haben kein einziges Rind gesehen. Woher kommt wohl als das Fleisch?

In Takayama gibts viele Touristen, und darum auch englische Speisekarten vor den Restaurants, die uns in dem Fall eine grosse Hilfe waren. Im Suzuya  assen wir eine lokale Spezialität (Hoba Miso). Es wird eine Art „Holzkohleofen“ auf den Tisch gestellt. Darauf wird ein (Magnolien-) Blatt gelegt, welches als „Pfanne“ dient. Direkt auf dieses Blatt kommt nun etwas Misopaste und in unserem Fall Gemüse und Tofu. Wir hätten gleich noch eine zweite Portion vertragen. Zum Abschluss bestellten wir uns einen lokalen Sake.

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Das Center4burger  ist ein freundliches, kleines aber feines Hamburgerrestaurant, welches sehr gut besucht war an diesem Abend. Für die Vegis gibts den Burger mit Avocado und Spiegelei. Schmeckt toll!

Das Teddybär-Cafe, eigentlich ein Teddybär-Museum mit einem kleinen vegetarischen Restaurant, liegt in der Nähe  von einer Art „Ballenberg“ (Freilichtmuseum) und ist mit dem Fahrrad in 20 Minuten von Takayama zu erreichen. So haben wir das einzige Mal Sport in den 10 Tagen mit einer speziellen Restauranterfahrung verbunden. Es gibts nichts, woraus man Teddybären nicht herstellen könnte….

 

In der  traditionellen Altstadt von Takayama hat es diverse Essensstände, oft kann man bei der Herstellung gleich zusehen.  Zum Beispiel wie diese Reiscracker direkt vor Ort gebacken werden.IMG_0368

Angetan hat es uns auch dieser feine Match-Latte mit Sojamilch. (Zum Glück habe ich herausgefunden, wo man bei uns ein Pulver für schnellzubereiteten Macha Latte erhält…).

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Falls du beim Lesen Lust auf japanisches Essen gekriegt hast:  Eine Empfehlung für ein Japanisches Restaurant in Zürich 😉

Bis zum nächsten Mal, Lady Lynn

(Ich hätte gerne mehr Fotos gepostet. Habe aber wiedermal festgestellt, dass es extrem anspruchsvoll ist, ein einem Restaurant, bei schlechten Lichtverhältnissen, ansprechende Fotos zu machen).

Take5nets anstelle von Plastik

Mich stört es schon länger, dass man beim Einkauf von Gemüse und Früchten immer  diese dünnen Plastiksäcklein verwenden muss. Immerhin werden die bei uns gesammelt und dann für alle möglichen weiteren Einsätze wieder verwendet. Um den gesamten Einkauf nach Hause zu tragen, habe ich stehts einen Stoffbeutel griffbereit. Warum also nicht auch für Früchte und Gemüse?

Eine Möglichkeit um die Einweg-Plastiksäcklein zu umgehen, habe ich auf dem Blog von Petit Ruth kennengelernt. Sie stellt die waschbaren und wiederverwertbaren take5nets vor und hat auch gleich welche verlost. Endlich habe ich mal was gewonnen; inklusive selbst gemachter Karte! Vielen lieben Dank!

Take5nets

Die Säcke sind aus 100% Polyester, bestehen also auch aus Plastik. Immerhin werden sie aber wieder verwendet und sind somit sicher weniger umweltbelastend. Um den hygienischen Anforderungen standzuhalten, sind sie bei 30 Grad waschbar.

Bis jetzt habe ich die Säcke noch nicht ausprobiert. Ich finde, dass es etwas Mut braucht um im normalen Supermarkt diese Netze zu verwenden und sich an der Kasse „auszustellen“. Man muss sich auf Diskussionen einlassen können und dazu habe ich nicht immer Lust. Auf dem Wochenmarkt bei uns in der Stadt kann ich es mir aber sehr gut vorstellen. Denke mir sogar, dass es auf positive Resonanz stossen würde. Vielleicht könnten die Standbetreiber sogar solche Netze verkaufen?

Per Zufall habe ich gestern im Bioladen eine Kundin mit genau diesen tollen, grünen Säcklein gesehen und sie nach Ihrer Erfahrung bei der Verwendung im Supermarkt gefragt. Sie meinte, dass sie bis jetzt keine grössere Probleme hatte, da sie meist an der Selfscanning Kasse ihren Einkauf bezahle. Man müsse aber bedenken, dass die Take5nets 10g schwerer seien als übliche Säcklein. Deshalt wäge sie immer zuerst ab und lege dann die Einkäufe in die Netze.

Take5nets

So schwierig scheint die Sache ja nicht zu sein:  jetzt muss ich es nur noch ausprobieren!

Wie sehen eure Erfahrungen mit wiederverwendbaren Säcklein aus? Habt ihr Empfehlungen für eine bestimmte Marke?

Übrigens: Ein Blick ins Internet zeigt: Es gibt sogar noch umweltfreundlichere Varianten, z.B. aus Gots-zertifizierter Biobaumwolle. (Wobei ich sagen muss, dass mir die grüne Farbe schon besser gefällt ;-).